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Kubernetes für KMU: Lohnt sich der Einstieg?

·8 Min. Lesezeit

Was ist Kubernetes?

Kubernetes (K8s) ist eine Open-Source-Plattform zur **automatischen Verwaltung, Skalierung und Bereitstellung** von Container-Anwendungen. Ursprünglich von Google entwickelt, ist es heute der De-facto-Standard für Container-Orchestrierung.

Was macht Kubernetes konkret?

Automatisches Deployment: neuer Versionen ohne Downtime
Skalierung: basierend auf Last (mehr Container bei mehr Traffic)
Selbstheilung:: Abgestürzte Container werden automatisch neu gestartet
Load Balancing:: Traffic wird gleichmäßig auf Container verteilt
Secrets-Management:: Sichere Verwaltung von Passwörtern und API-Keys

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Was Kubernetes kostet

Kubernetes ist zwar Open Source, aber nicht kostenlos. Die wahren Kosten:

| Kostenfaktor | Geschätzter Aufwand |

|---|---|

| Managed K8s (Cloud) | 70–200 €/Monat Grundkosten |

| Einarbeitung des Teams | 2–4 Wochen |

| Initiale Einrichtung | 5–15 Personentage |

| Laufende Wartung | 10–20 % eines DevOps-Engineers |

Was Kubernetes spart

Infrastrukturkosten: durch effizientere Ressourcennutzung (30–50 %)
Deployment-Zeit: von Stunden auf Minuten
Ausfallzeiten: durch automatische Selbstheilung
Personalkosten: durch Automatisierung wiederkehrender Aufgaben
**Faustregel:** Kubernetes lohnt sich ab ca. 5–10 Services, die regelmäßig deployt werden. Darunter ist der Overhead oft zu hoch.

Managed Kubernetes: Der Einstieg für KMU

Betreiben Sie Kubernetes **nicht selbst**. Die großen Cloud-Anbieter nehmen Ihnen den Großteil der Arbeit ab:

AWS EKS:: Am weitesten verbreitet, tiefste AWS-Integration
Google GKE:: Beste Developer Experience, von den Kubernetes-Erfindern
Azure AKS:: Gut integriert in die Microsoft-Welt
Hetzner Cloud:: Günstiger deutscher Anbieter mit K8s-Support

Hetzner: Die deutsche Alternative

Für datenschutzsensible Projekte bietet **Hetzner** eine attraktive Alternative zu den US-Hyperscalern. Die Rechenzentren stehen in Deutschland und Finnland, die Preise liegen deutlich unter AWS, Azure und Google Cloud.

Alternativen zu Kubernetes

Nicht immer ist Kubernetes die Antwort. Prüfen Sie Alternativen:

Docker Compose:: Für einfache Multi-Container-Setups auf einem Server
AWS ECS / Fargate:: Serverless Container ohne Kubernetes-Komplexität
Nomad (HashiCorp):: Leichtgewichtiger Orchestrierer, einfacher als K8s
Coolify / CapRover:: Self-Hosted PaaS für kleine Teams

Unsere Empfehlung für KMU

1. **Unter 5 Services:** Docker Compose reicht aus

2. **5–15 Services:** Managed Kubernetes evaluieren

3. **15+ Services:** Kubernetes ist fast immer die richtige Wahl

Starten Sie mit einem **kleinen Pilot-Projekt** auf Managed Kubernetes, sammeln Sie Erfahrung und skalieren Sie dann.

Fazit

Kubernetes ist mächtig, aber nicht immer notwendig. Für KMU gilt: **Managed Kubernetes mit einem klaren Use Case** kann enormen Mehrwert bringen. Aber setzen Sie es nicht ein, nur weil es alle tun – setzen Sie es ein, wenn es Ihre konkreten Probleme löst.

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