KI-Kompetenzpflicht: Was Artikel 4 des EU AI Act bedeutet
Mit dem 2. Februar 2025 tritt **Artikel 4 des EU AI Act** in Kraft. Er verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, sicherzustellen, dass ihr Personal über ein ausreichendes Maß an **KI-Kompetenz** verfügt. Diese Pflicht gilt branchenübergreifend und betrifft praktisch jedes Unternehmen, das KI-Tools einsetzt.
Wen betrifft die Pflicht?
Die KI-Kompetenzpflicht richtet sich an:
Wichtig: Auch der bloße Einsatz von ChatGPT durch Mitarbeiter macht Sie zum "Betreiber" im Sinne des EU AI Act. Die Kompetenzpflicht betrifft damit nicht nur IT-Abteilungen, sondern potenziell alle Abteilungen eines Unternehmens.
Was bedeutet "ausreichende KI-Kompetenz"?
Der EU AI Act definiert KI-Kompetenz als die Fähigkeit, **fundierte Entscheidungen** in Bezug auf KI zu treffen. Konkret sollten Mitarbeiter folgende Kompetenzen haben:
Wie setzen Sie die Pflicht um?
#### Schritt 1: Bedarfsanalyse
Ermitteln Sie, welche Mitarbeiter KI-Systeme nutzen oder davon betroffen sind. Differenzieren Sie nach Intensität der Nutzung und Risikoniveau.
#### Schritt 2: Schulungskonzept erstellen
Entwickeln Sie ein gestuftes Schulungskonzept:
#### Schritt 3: Dokumentation
Dokumentieren Sie durchgeführte Schulungen sorgfältig. Im Falle einer Prüfung müssen Sie nachweisen können, dass Sie Ihrer Pflicht nachgekommen sind.
Strafen bei Verstößen
Verstöße gegen die Kompetenzpflicht können mit Bußgeldern von bis zu **15 Millionen Euro** oder 3% des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden. Die Wahrscheinlichkeit strenger Durchsetzung ist anfangs gering, doch das Risiko sollte nicht unterschätzt werden.
Fazit
Die KI-Kompetenzpflicht ist eine Chance, Ihr Unternehmen fit für die KI-Zukunft zu machen. Nutzen Sie den gesetzlichen Impuls, um eine nachhaltige Lernkultur rund um KI zu etablieren. BENFILO bietet maßgeschneiderte KI-Schulungen für Unternehmen jeder Größe an.