KI im Recruiting: Zwischen Effizienz und Fairness
Der Fachkräftemangel zwingt Unternehmen, ihren Recruiting-Prozess zu optimieren. **KI-gestütztes Bewerbermanagement** verspricht schnellere Prozesse, bessere Matches und weniger administrativen Aufwand. Doch der Einsatz von KI im HR-Bereich ist besonders sensibel — rechtlich und ethisch.
Wo KI im Recruiting eingesetzt wird
#### Stellenausschreibungen optimieren
KI analysiert erfolgreiche Stellenanzeigen und hilft, Texte zu verfassen, die mehr qualifizierte Bewerbungen generieren:
#### Vorauswahl und Screening
#### Termin- und Prozessmanagement
KI im Recruiting soll den Menschen nicht ersetzen, sondern entlasten. Die finale Einstellungsentscheidung muss immer bei einem Menschen liegen — das fordert auch der EU AI Act.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Der Einsatz von KI im Recruiting ist nach dem EU AI Act als **Hochrisiko-KI-System** eingestuft. Das bedeutet strenge Pflichten:
#### Verbotene Praktiken im Recruiting
Folgende KI-Anwendungen sind im Recruiting verboten:
KI-Tools für das Recruiting im Vergleich
Best Practices
1. **Transparenz zeigen**: Kommunizieren Sie offen, dass KI im Bewerbungsprozess eingesetzt wird
2. **Bias-Audits durchführen**: Prüfen Sie regelmäßig, ob die KI bestimmte Gruppen benachteiligt
3. **Human-in-the-Loop**: Nutzen Sie KI als Empfehlung, nicht als Entscheidung
4. **Feedback ermöglichen**: Geben Sie Bewerbern die Möglichkeit, KI-basierte Entscheidungen anzufechten
5. **Datenminimierung**: Verarbeiten Sie nur die für die Stelle relevanten Daten
Fazit
KI kann den Recruiting-Prozess erheblich verbessern — wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt wird. Der EU AI Act gibt den Rahmen vor. Unternehmen, die ihn einhalten, profitieren von schnelleren, faireren und effizienteren Einstellungsprozessen.