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IT-Sicherheitsaudit: Schwachstellen in Ihrer Infrastruktur finden

·6 Min. Lesezeit

IT-Sicherheitsaudit: Wissen, wo die Schwachstellen liegen

Sie können nur schützen, was Sie kennen. Ein **IT-Sicherheitsaudit** ist die systematische Überprüfung Ihrer gesamten IT-Infrastruktur auf Schwachstellen, Fehlkonfigurationen und Compliance-Lücken. Für viele Unternehmen ist es der erste Schritt zu einer robusten Sicherheitsstrategie – und durch Regulierungen wie NIS2 zunehmend auch Pflicht.

Was umfasst ein IT-Sicherheitsaudit?

Ein vollständiges Audit deckt mehrere Bereiche ab:

**Netzwerk-Sicherheit:**

Firewall-Konfiguration und Regelwerke
Netzwerksegmentierung und Zugriffskontrollen
VPN-Konfiguration und Remote-Zugang
WLAN-Sicherheit und Gastnetzwerke

**Server und Systeme:**

Patch-Stand und Update-Management
Härtung der Betriebssysteme
Dienste und offene Ports
Konfiguration von Webservern und Datenbanken

**Identitäts- und Zugriffsmanagement:**

Passwortrichtlinien und MFA-Einsatz
Berechtigungskonzepte und Rollenvergabe
Verwaiste Konten und übermäßige Berechtigungen
Privileged Access Management

**Organisatorische Sicherheit:**

Sicherheitsrichtlinien und deren Einhaltung
Mitarbeiter-Awareness und Schulungsstand
Incident-Response-Prozesse
Backup- und Recovery-Verfahren

Vulnerability Scanning vs. Penetrationstest

**Vulnerability Scanning** ist ein automatisierter Scan mit Tools wie **Nessus, OpenVAS oder Qualys**. Er identifiziert bekannte Schwachstellen und Fehlkonfigurationen in kurzer Zeit. Ideal als regelmäßige Maßnahme (monatlich oder quartalsweise).

**Penetrationstest (Pentest)** geht deutlich weiter: Ein erfahrener Sicherheitsexperte versucht aktiv, in Ihre Systeme einzudringen – mit denselben Methoden, die auch echte Angreifer nutzen würden. Ein Pentest deckt Schwachstellen auf, die automatisierte Tools übersehen.

**Empfehlung:** Kombinieren Sie regelmäßige Vulnerability Scans (automatisiert) mit einem jährlichen Penetrationstest durch externe Spezialisten.

Der Ablauf eines professionellen Audits

1. **Scoping:** Festlegung des Prüfungsumfangs und der Ziele

2. **Informationssammlung:** Erfassung der IT-Landschaft und Dokumentation

3. **Technische Prüfung:** Scans, manuelle Tests und Konfigurationsüberprüfung

4. **Analyse und Bewertung:** Risikoeinstufung der gefundenen Schwachstellen

5. **Berichterstattung:** Detaillierter Bericht mit priorisierten Handlungsempfehlungen

6. **Nachprüfung:** Überprüfung, ob die Maßnahmen umgesetzt wurden

Typische Schwachstellen, die wir immer wieder finden

Veraltete Software mit bekannten Sicherheitslücken
Standard-Passwörter bei Netzwerkgeräten und Diensten
Fehlende Netzwerksegmentierung
Unverschlüsselte Datenübertragung im internen Netz
Übermäßige Administratorrechte für Endanwender

Fazit

Ein IT-Sicherheitsaudit ist keine einmalige Maßnahme, sondern ein **fortlaufender Prozess**. Durch die Kombination aus automatisierten Scans und manuellen Penetrationstests erhalten Sie ein realistisches Bild Ihrer Sicherheitslage. Nutzen Sie die Ergebnisse als Grundlage für eine priorisierte Verbesserung Ihrer IT-Sicherheit.

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