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Green Hosting: Nachhaltiges Webhosting mit Ökostrom

·5 Min. Lesezeit

Green Hosting: Warum der ökologische Fußabdruck Ihres Hostings zählt

Rechenzentren verbrauchen weltweit etwa **1–2 % des globalen Stromverbrauchs** – Tendenz steigend. Mit der zunehmenden Digitalisierung wächst auch die Verantwortung der Hosting-Branche für Nachhaltigkeit. Green Hosting setzt genau hier an und bietet eine umweltfreundliche Alternative zum konventionellen Webhosting.

Was ist Green Hosting?

Green Hosting bezeichnet Hosting-Dienstleistungen, die auf **Nachhaltigkeit und Umweltschutz** ausgerichtet sind. Das umfasst verschiedene Aspekte:

Betrieb mit 100 % Ökostrom: aus erneuerbaren Energien
Energieeffiziente Hardware: mit niedrigem PUE-Wert (Power Usage Effectiveness)
Innovative Kühlung: durch freie Kühlung, Grundwasser oder Abwärmenutzung
CO2-Kompensation: für unvermeidbare Emissionen
Langlebige Hardware: und Recycling-Programme

Der PUE-Wert: Effizienz messbar machen

Der PUE-Wert gibt an, wie effizient ein Rechenzentrum arbeitet. Ein PUE von 1,0 wäre perfekt – die gesamte Energie fließt in die IT. In der Praxis gelten Werte **unter 1,3 als sehr gut**. Zum Vergleich: Der weltweite Durchschnitt liegt bei etwa 1,58.

Grüne Hosting-Anbieter in Deutschland

**Hetzner** betreibt eigene Rechenzentren in Falkenstein (Sachsen) und Nürnberg, die mit Strom aus Wasserkraft betrieben werden. Die Abwärme des Rechenzentrums in Falkenstein wird zur Beheizung von Gebäuden genutzt.

**IONOS** hat sich verpflichtet, seine europäischen Rechenzentren mit 100 % Ökostrom zu betreiben und investiert in Energieeffizienz-Programme.

**Petricore Hosting** ist ein kleiner, spezialisierter Anbieter, der vollständig auf Ökostrom setzt und aktive CO2-Kompensation betreibt.

**Manitu** aus St. Wendel betreibt sein Rechenzentrum mit Ökostrom und wurde mehrfach für sein Nachhaltigkeitsengagement ausgezeichnet.

**Wussten Sie?** Ein durchschnittlicher Webserver verbraucht etwa 500–1.000 kWh Strom pro Jahr. Das entspricht dem Jahresverbrauch eines kleinen Kühlschranks. Bei Tausenden von Servern summiert sich das schnell.

Wie Sie Ihren digitalen Fußabdruck reduzieren

Auch ohne Anbieterwechsel können Sie den Energieverbrauch Ihrer Webpräsenz senken:

Bilder und Videos optimieren: – weniger Datenübertragung spart Energie
Effizientes Caching: einsetzen – reduziert Serveranfragen
Unnötige Plugins und Skripte entfernen: – schlankere Seiten brauchen weniger Ressourcen
Server richtig dimensionieren: – Überdimensionierung verschwendet Energie

Fazit

Green Hosting ist **kein Marketing-Gag, sondern ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz**. Die gute Nachricht: Viele der führenden deutschen Hosting-Anbieter setzen bereits auf erneuerbare Energien, ohne dass Sie Kompromisse bei Performance oder Preis eingehen müssen. Achten Sie bei der Anbieterwahl auf den PUE-Wert und die Herkunft des Stroms.

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